Auswirkungen der Rotorblattverlängerung auf die jährliche Stromproduktion eines Windparks

Auswirkungen der Rotorblattverlängerung auf die jährliche Stromproduktion eines Windparks

Wenn sich ein Windpark in der Betriebsphase befindet, kann immer noch etwas getan werden, um seine Produktivität zu verbessern: und zwar die Montage von Verlängerungen an den Rotorblättern der Windräder – RBE – Rotorblattverlängerung.

Energiekontor hat die Produktion seiner eigenen Windparks untersucht und festgestellt, dass ein Teil davon nicht die ursprünglich erwartete Produktion geliefert hat. Daher hat die fk-wind von der Hochschule Bremerhaven 2009 den Prototyp einer Rotorblattverlängerung entworfen, bestehend aus einem an den Rotorblattspitzen montierten zusätzlichen Blattspitzensegment, die eine Lösung zur Steigerung der Stromproduktion der untersuchten Systeme liefert. Das System wurde 2012 durch DEWI / OCC zertifiziert.

Seit November 2009 betreibt Energiekontor den Prototyp einer RBE – Rotorblattverlängerung an einer Bonus-Windkraftanlage Typ 54 im Windpark von Debstedt, nördlich von Bremerhaven. Im Beobachtungszeitraum wurde eine Steigerung der jährlichen Stromproduktion von 7 % beobachtet.

Stromproduktion windpark

Windpark – Penedo-Ruivo (Portugal)

2011 hat Energiekontor bei der fk-wind den Entwurf eines neuen Prototyps für eine Bonus-Windkraftanlage Typ 62 beantragt. Dieser Prototyp wurde 2014 im Windpark von Penedo Ruivo in Portugal installiert. Eine Steigerung der jährlichen Stromproduktion von 6-7 % wurde beobachtet.

Die RBE – Rotorblattverlängerung ist für Windparks geeignet, bei denen eine Produktionssteigerung erforderlich ist. In manchen Fällen produzieren Windparks in der Projektphase nicht das, was in der Entwurfsphase erwartet wurde. In dieser Phase wurde eine bestimmte jährliche Durchschnittswindgeschwindigkeit erwartet, die sich so nicht bewahrheitet hat, während die Windradklasse in Einklang mit den ursprünglichen Erwartungen gewählt wurde. Das bedeutet, dass die WKA (Windkraftanlage) eine Lastreserve hat, die nicht genutzt wird und durch die Installation einer RBE herangezogen werden kann.

Es wurde nachgewiesen, dass die zusätzlichen Belastungen der ursprünglichen Maschine durch die RBE alle innerhalb der Parameter liegen, die für deren Klassifizierung nach IEC definiert wurden, daher wird die Standzeit der geänderten Windkraftanlagen nicht beeinträchtigt.

Seixinhos energiekontor windpark

Windpark – Seixinhos (Portugal)

Was den Hauptzweck dieser Prototypen anbelangt, hat Energiekontor eine Steigerung der jährlichen Stromproduktion von 7 % bei der modifizierten Bonus-Windkraftanlage Typ 54 und eine Steigerung von 6-7 % bei der modifizierten Bonus-Windkraftanlage 62 als Ergebnis vorzuweisen.

Für ähnliche Windräder an ähnlichen Standorten ist die beschriebene Methode eine Lösung zur Verbesserung der Windparks. Anfängliche Fehler bei der Planung und Vorhersage der Stromproduktion können mit diesem Produkt korrigiert werden. Zukünftig werden weitere Windradtypen in ähnlichen Windparks untersucht und mit einer Rotorblattverlängerung ausgestattet. Des Weiteren soll die Schalthysterese zwischen den beiden Rotationsmodi optimiert werden. Das kann die Ermüdungslasten zusätzlich reduzieren, da die Einführung der RBE die Anzahl der Umschaltereignisse von einem Rotationsmodus in den anderen minimieren wird.

Weitere Informationen über die Vorteile der Rotorblattverlängerung in Windparks, die sich bereits in Betrieb befinden, finden Sie unter: www.rotorbladeextension.com/de/vorteile.

„Verbesserung statt Nachrüstung ist eine technische, ökologische und wirtschaftliche Lösung.“